Integrierte Versorgung ist Lotse des Patienten

Ende 2004 startete das bundesweite Modellprojekt zur Integrierten Versorgung der DEGEMED und der Gmünder ErsatzKasse (GEK). Die Mitgliedseinrichtungen der beiden Partner bauen seitdem ein gemeinsames Versorgungsnetz für hochwertige, leitliniengestützte und qualitätsgesicherte Behandlung von Patienten auf. Ziel ist, die Versorgungskette zwischen Akutmedizin und den ambulanten oder stationären Rehabilitationseinrichtungen bis hin zur Nachsorge und zur Nachhaltigkeit ohne Wartezeiten und Unterbrechungen für die Patienten zu gestalten.

Die Vereinbarung zwischen der DEGEMED und der GEK war ein Mustervertrag, der das Zusammenspiel von Akut- und Reha-Bereich mit einer gesetzlichen Krankenkasse in einem Rahmenvertrag koordiniert und über die seit 2004 möglichen Verträge (nach § 140a und b SGB V) einer Krankenkasse mit einzelnen Anbietern von Gesundheitsleistungen hinaus ging.

"Qualitätsverbund Rehabilitation" gegründet

Die teilnehmenden Reha-Einrichtungen der DEGEMED haben den „Qualitätsverbund Rehabilitation“ gegründet. Sie schließen mit Akutversorgern der GEK oder anderen Leistungsträgern konkrete Vereinbarungen bei definierten Krankheitsbildern ab. Erste Verträge kamen bereits 2005 in Baden-Württemberg im Bereich der Orthopädie zustande: so beispielsweise der Vertrag des GEK Ostalb-Klinikums Aalen und dem DEGEMED-Mitglied Waldburg-Zeil Kliniken.

Gemeinsam mit Einrichtungen der beruflichen Rehabilitation arbeitet die DEGEMED ebenfalls in diesem Sinne zusammen. 2007 wurde mit dem Bundesverband Medizintechnologie (BVMeD) eine weitere Rahmenvereinbarung getroffen, die ein strukturiertes, qualitätsgesichertes Überleitungsmanagement auf der Basis eines Qualitätsmanagement-Systems etablieren soll. Hierbei geht es um die Verbesserung der Struktur-, Prozess- und Ergebnisqualität im Entlassungsprozess beim Übergang von der Rehabilitation in die ambulante Anschlussversorgung. Damit sind die DEGEMED und der BVMeD im Homecare-Bereich beispielgebend vorangegangen.

 

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