Rehabilitation in Deutschland –
beispielgebend für Europa

Deutschland verfügt über ein europaweit einzigartiges und beispielhaftes Netz von Kliniken und Einrichtungen der Rehabilitation mit großem Know-how und hohen Qualitätsstandards. In 1.239 Vorsorge- und Rehabilitationseinrichtungen mit insgesamt 171.000 Betten werden Jahr für Jahr rund zwei Millionen Patienten behandelt. Allein die über 100 stationären und ambulanten Mitgliedskliniken der DEGEMED sichern jedes Jahr mit 20.000 qualifizierten und erfahrenen Mitarbeitern die fachlich fundierte Behandlung von 250.000 Patienten.

Über Jahrzehnte hinweg haben sich die Kliniken und Einrichtungen der Rehabilitation eine in dieser Form einzigartige Kompetenz bei der Versorgung vor allem chronisch kranker und behinderter Menschen erworben. Vernetzt mit niedergelassenen Ärzten, Selbsthilfegruppen, Pflegeeinrichtungen und Akutkrankenhäusern, aber auch mit Betrieben und Unternehmen, bieten sie eine optimale und flächendeckende Versorgung für chronisch kranke und behinderte Menschen als Integrationsdienstleistung an. Die Rehabilitation muss deshalb in unserem System der Gesundheitssicherung ihren festen Platz behalten und bedarfsgerecht ausgebaut werden.

PROGNOS- Studie belegt beeindruckenden Spar-Effekt durch medizinische Rehabilitation

Erstmals ist es mit einer Untersuchung gelungen, den volkswirtschaftlichen Beitrag der medizinischen Rehabilitation genauer zu beziffern. Anhand fünf ausgewählter Reha-Indikationen der Deutschen Rentenversicherung, die im Jahr 2005 rund 45 Prozent aller medizinischen Reha-Maßnahmen (365.000 Rehabilitanden) umfassten, berechneten die Prognos-Experten den Spar-Effekt. Danach ergaben gewonnene Berufstätigkeitsjahre und reduzierte Arbeitsunfähigkeitstage im Untersuchungsjahr einen Netto-Effekt von 0,3 Prozent des Bruttoinlandsprodukts oder 5,8 Milliarden Euro. Dem standen nur rund 1,1 Milliarden Euro an Ausgaben für die medizinische Rehabilitation gegenüber. Für jeden in die medizinische Rehabilitation investierten Euro gewinnt die Gesellschaft damit schon heute fünf Euro zurück.

Die DEGEMED hatte die Studie „Die medizinische Rehabilitation Erwerbstätiger – Sicherung von Produktivität und Wachstum“ zusammen mit dem Veband der Privatkliniken NRW e.V. und dem Verband der Privatkliniken in Thüringen e.V. bei der Basler Prognos AG in Auftrag gegeben und sehen ihre Arbeit durch die Ergebnisse der Studie bestätigt.

Die Studie können Sie sich hier in der vollständigen Langfassung und in Kurzfassung als PDF-Datei herunterladen.

Rehabilitation ist wesentlicher Wirtschaftsfaktor

Die Rehabilitation ist zudem ein starker Wirtschaftsmotor. Ihre Kliniken und Einrichtungen bieten in vielen – auch strukturschwachen – Regionen Deutschlands hochqualifizierte Arbeitsplätze und vergeben Aufträge in Millionenhöhe an die lokale Wirtschaft. Im Jahr 2008 arbeiteten in Deutschland 117.750 Menschen in Vorsorge- und Rehabilitationseinrichtungen, davon 91.800 Vollzeitkräfte. Damit erfüllt die Rehabilitation weit mehr als einen sozialen Auftrag. Sie ist nicht nur ein unverzichtbarer Bestandteil des Gesundheitssystems in Deutschland sondern auch ein wesentlicher Wirtschaftsfaktor.

Zahlenquelle: Statistik der Reha- und Vorsorgeeinrichtungen 2008, Statistisches Bundesamt Nov. 2009, www.destatis.de

Die Statistik der Rehabilitations- und Vorsorgeeinrichtungen 2008 können Sie sich hier als PDF-Datei herunterladen.

 Weitere Informationen und Zahlen finden Sie auch im Internetportal der Bundesarbeitsgemeinschaft für Rehabilitation e.V. (BAR) unter www.bar-frankfurt.de

 

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