DEGEMED fordert: Gesundheitschecks und bedarfsgerechtes Reha-Budget - DEGEMED

Mit dem Flexirentengesetz sollen Präventions- und Nachsorgeleistungen für Arbeitnehmer deutlich ausgebaut werden. In der heutigen Bundestagsanhörung im Ausschuss für Arbeit und Soziales begrüßte die Deutsche Gesellschaft für Medizinische Rehabilitation e. V. (DEGEMED) diesen Ansatz, forderte aber auch mehr Geschwindigkeit bei der Einführung freiwilliger Gesundheitschecks für Beschäftigte.

„Der Gesundheitscheck muss möglichst flächendeckend für alle Arbeitnehmer und vor allem für die ganz überwiegende Anzahl der Betriebe zur Verfügung stehen, die keinen eigenen Werks- oder Betriebsarzt im Betrieb angesiedelt haben. Wir brauchen diese Leistung außerdem so schnell wie möglich in der Regelversorgung.“, fordert DEGEMED-Geschäftsführer Christof Lawall. Er kritisiert damit den Gesetzentwurf, der bislang nur die Entwicklung von Modellprojekten vorsieht.

Die DEGEMED fordert außerdem ein flexibleres Reha-Budget, um die neuen Leistungen für Prävention, Nachsorge und im Bereich der Kinder- und Jugendreha zu finanzieren. „Wenn wir eine aktive und engagierte Präventionspolitik wollen, dann müssen wir auch den Mut haben, die erforderlichen Ressourcen zur Verfügung zu stellen.“, so Lawall in der Anhörung. Die Demografiekomponente, die der Gesetzgeber vor wenigen Jahren für die Rentenversicherung eingeführt habe, wirke ab 2018 aber als Bremse und müsse dringend geändert werden.

Die Deutsche Gesellschaft für Medizinische Rehabilitation e. V. (DEGEMED) ist Spitzenverband der medizinischen Rehabilitation und vertritt in ganz Deutschland indikationsübergreifend die Interessen stationärer und ambulanter Reha-Einrichtungen in öffentlicher, freigemeinnütziger und privater Trägerschaft.

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