Im Rahmen ihrer digitalen Mitgliederversammlung hat die DEGEMED als erster Branchenverband Reha-Einrichtungen nach ihren Erlebnissen während der Corona-Pandemie befragt.

Aufgrund der Corona-Pandemie musste die ursprünglich für April geplante Mitgliederversammlung auf den heutigen Tag verlegt werden. Die DEGEMED organisierte sie darüber hinaus als Video-Konferenz mit gestraffter Agenda und Online-Umfrage. Die Abstimmungsergebnisse bildeten die Grundlage für eine weitere Diskussion und die Ableitung von Aufträgen an den Verband.

Kurze Berichte der Vorstandsvorsitzenden Dr. Constanze Schaal und des Geschäftsführers Christof Lawall legten die aktuelle Arbeit des Verbandes dar. Auch mit Blick auf die Umfrage-Ergebnisse hielt Schaal fest: „Die Reha-Einrichtungen in Deutschland sind systemrelevant und beteiligen sich seit dem ersten Tag an der Bewältigung der Pandemie: Sie entlasten Krankenhäuser und gewährleisten unter erschwerten Bedingungen die medizinisch notwendige Anschlussversorgung. Nun stehen wir vor der Aufgabe, die Regelversorgung schrittweise wieder hochzufahren. Medizinische Rehabilitation in Zeiten einer Pandemie bedeutet aber einen erhebli-chen Mehraufwand.“

Ganz konkret ist damit der sich multiplizierende Zeit- und Kosteneinsatz gemeint, den eine Regelversorgung unter Sicherstellung des Infektionsschutzes mit sich bringt. Mitarbeiter und Rehabilitanden müssen sich völlig neu organisieren und alle internen Prozesse überdenken und gegebenenfalls anpassen. Abstände richtig einzuhalten meint beispielsweise, dass Gruppen geteilt und parallel therapiert werden. So muss ein Therapeut wesentlich mehr arbeiten oder es müssen mehr Therapeuten eingesetzt werden.

„Gemeinsam mit den gesetzlichen Reha-Trägern wollen und müssen wir Lösungen entwickeln. Die Branche hat ihre Hausaufgaben gemacht, Vorschläge erarbeitet und eingereicht. Corona-Zuschläge können dabei Versorgungssicherheit herstellen, indem sie die wirtschaftliche Stabilität der Kliniken und damit eine dauerhaft stabile Versorgungsstruktur unterstützen“, fordert Schaal.

Eine nächste Online-Mitgliederkonferenz wird außerplanmäßig bereits im September stattfinden, um den Erfahrungsaustausch in der Krise weiterhin zu gewährleisten.

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Julia Peters

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