„Impulse für den Bereich der medizinischen Rehabilitation“ - DEGEMED

DEGEMED begrüßt Referentenentwurf des Gesetzes  zur Stärkung der Heil- und Hilfsmittelversorgung (HHVG).

Der starke Preiswettbewerb der Krankenkassen führte in den letzten Jahren immer wieder zu Qualitätsmängeln bei der Versorgung von Patienten mit Hilfs- und Heilmitteln. Der vorliegende Referentenentwurf reagiert auf diese Defizite.

Die Deutsche Gesellschaft für Medizinische Rehabilitation e. V. (DEGEMED) begrüßt, dass mit dem Gesetzentwurf deutliche Akzente hin zu einer stärkeren Bedeutung der Qualität im Gesundheitswesen und zu einer transparenteren Informationspolitik gegenüber den Versicherten gesetzt werden. Dieser Weg sollte auch für andere Versorgungsbereiche in Zukunft verstärkt verfolgt werden.

„Das Heil- und Hilfsmittelgesetz setzt ein deutliches Signal gegen eine ausschließlich auf den Preis ausgerichtete Beschaffungspolitik der Krankenkassen“, erklärt Dr. Constanze Schaal, Vorstandvorsitzende der DEGEMED. „Darüber hinaus sollen neue Zugangswege zu Heilmittelleistungen über sogenannte ‚Blankoverordnungen‘ ausprobiert werden. Dieser Ansatz zeigt Anerkennung, Wertschätzung und Vertrauen gegenüber der therapeutischen Arbeit. Außerdem trägt die Politik dem Umstand Rechnung, dass eine schlechte Versorgungsqualität und hohe Zugangshürden Folgekosten verursachen können, die sich gesellschaftlich und volkswirtschaftlich negativ auswirken. Wir als DEGEMED begrüßen diesen Schritt ausdrücklich.“

Christof Lawall, Geschäftsführer der DEGEMED, ergänzt: „Die Stärkung von Beratungs- und Informationsrechten der Versicherten sehen wir als einen weiteren wichtigen Schritt zu mehr Transparenz und einer stärkeren Autonomie der Patienten. Als DEGEMED empfehlen wir, diesen Gedanken auch bei der Ausgestaltung Wunsch- und Wahlrechtes nach § 9 SGB V im Bereich der medizinischen Rehabilitation stärker aufzugreifen.“

Die Deutsche Gesellschaft für Medizinische Rehabilitation e. V. (DEGEMED) ist Spitzenverband der medizinischen Rehabilitation und vertritt in ganz Deutschland indikationsübergreifend die Interessen stationärer und ambulanter Reha-Einrichtungen in öffentlicher, freigemeinnütziger und privater Trägerschaft.

Pressemitteilung (PDF)