Zertifiziert nach DEGEMED

Für Einrichtungen der medizinischen Rehabilitation hat die DEGEMED ein eigenständiges Zertifizierungsverfahren entwickelt und in einem Auditleitfaden dargestellt. Das von der Bundesarbeitsgemeinschaft für Rehabilitation (BAR) zugelassene Verfahren basiert auf der führenden Industrienorm DIN EN ISO 9001, die die DEGEMED gemeinsam mit dem Fachverband Sucht für die Rehabilitation übersetzt hat. Es bildet die Qualitätsgrundsätze der DEGEMED ab, ist anwenderfreundlich und zeichnet sich durch eine starke Prozess- und Ergebnisorientierung aus.

Zertifizierungspflicht für Rehabilitationseinrichtungen

Seit 2009 ist die Zertifizierung für stationäre Rehabilitationseinrichtungen in Deutschland Pflicht: Sie müssen die Qualität ihrer Versorgung innerhalb von drei Jahren nach einem gemäß der Vereinbarung zum internen Qualitätsmanagement nach §37 Abs. 3 SGB IX (bis 31.12.2017 §20 Abs. 2a SGB IX) zugelassenen Zertifizierungsverfahren nachweisen.

Wichtiger Hinweis

Corona-Krise: DEGEMED vereinbart Anpassungen für Audits in Reha-Einrichtungen

Durch die Corona-Pandemie ist es vielen Einrichtungen in den nächsten Monaten nicht mög-lich, Audits für (Re-)Zertifizierungen ihrer Einrichtungen in üblichem Rahmen durchzuführen. Im März reagierte die Bundesarbeitsgemeinschaft für Rehabilitation (BAR) und verlängerte alle aktuell bestehenden Zertifikate des internen Qualitätsmanagements bis zum 31.12.2020. Die Verpflichtung zur Durchführung fristgerechter Audits, der im Rahmen der BAR erarbeiteten Vereinbarung zum internen Qualitätsmanagement nach § 20 Abs. 2a SGB IX, wurde bis Jah-resende ausgesetzt.

Die Zertifizierungsverfahren von DEGEMED und FVS/DEGEMED beinhalten jedoch auch noch ein Zertifikat nach DIN EN ISO 9001:2015, sodass neben den Regelungen der BAR auch noch die Regelungen der Deutschen Akkreditierungsstelle DAkkS beachtet werden müssen. Darauf hat die DEGEMED reagiert und gemeinsam mit dem Fachverband Sucht eine Regelung mit den für die beiden Verfahren akkreditierten Zertifizierungsstellen vereinbart:

Aufteilung des geplanten Audits in ein Remote-Audit und in ein späteres Vor-Ort-Audit
Das geplante Audit wird in ein Remote-Audit (Audit Teil 1) und in ein späteres Vor-Ort-Audit (Audit Teil 2) aufgeteilt. Der Auditor fordert vorab nötige Unterlagen zur Prüfung an und klärt vorhandene Fragen dann telefonisch oder per Videokonferenz. Der zweite Teil des Audits wird mit der Zertifizierungsgesellschaft innerhalb der unten genannten Fristen (vorbehaltlich der weiteren Entwicklung des Corona-Geschehens) abgestimmt.

Auditverschiebungen
Wenn eine Einrichtung ein reguläres Audit oder die Kombination Remote-Audit/Vor-Ort-Audit vor dem jeweiligen Hintergrund der Auswirkungen der Coronakrise nicht fristgerecht durchfüh-ren kann, beantragt diese bei ihrer Zertifizierungsgesellschaft die Verschiebung des Audits. Für die Verschiebungen gelten folgende Fristen (die sowohl den Vorgaben der BAR als auch denen der DakkS entsprechen):

  • Das erste Überwachungsaudit kann höchstens für 6 Monate verschoben werden, muss also spätestens 18 Monate nach Datum der Erstzertifizierung stattfinden
  • Nachfolgende Überwachungsaudits müssen spätestens vor Ablauf des laufenden Ka-lenderjahrs durchgeführt werden
  • Rezertifizierungsaudits müssen spätestens 6 Monate nach dem ursprünglichen Zertifi-katslaufzeitende durchgeführt werden (ansonsten muss eine aufwändige neue Erstzer-tifizierung durchgeführt werden!)