Berlin, 17.02.2026
Die Deutsche Gesellschaft für Medizinische Rehabilitation e. V. (DEGEMED) und der Deutsche Heilbäderverband e. V. (DHV) appellieren in ihrem aktuell veröffentlichten Positionspapier gemeinsam an die Bundesregierung, dringend notwendige Investitionen für die systemrelevanten Gesundheitsinfrastrukturen in Deutschland langfristig zu sichern. Dazu schlagen beide Verbände vor, die Mittel aus dem Sondervermögen für Infrastruktur und Klimaneutralität (SVIK) des Bundes zu nutzen.
„Vorsorge- und Rehabilitationseinrichtungen sowie Heilbäder und Kurorte leisten einen wesentlichen Beitrag zur hochwertigen Gesundheitsversorgung und sichern die medizinisch-therapeutische Versorgung der Bevölkerung im ländlichen Raum. Sie benötigen dafür eine dauerhafte und verlässliche Finanzierung ihrer langfristigen Investitionen ebenso wie der laufenden Betriebskosten.“ fordert die Präsidentin des Deutschen Heilbäderverbandes (DHV) Brigitte Goertz-Meissner. Die Aufteilung der Mittel des Sondervermögens SVIK (u.a.) in die Bereiche Verkehrsinfrastruktur, Krankenhausinfrastruktur oder Digitalisierung bieten hierfür sachgerechte Voraussetzungen, um diese leistungsfähige und dezentrale Gesundheitsinfrastruktur in Heilbädern- und Kurorten zu sichern, so Goertz-Meissner.
„Reha- und Vorsorge-Einrichtungen sind systemrelevant. Das haben wir spätestens in der Corona-Pandemie bewiesen. Über 1.000 Einrichtungen der medizinischen Rehabilitation und Vorsorge in ganz Deutschland versorgen jährlich mehr als zwei Millionen Patientinnen und Patienten stationär und ambulant. Viele dieser Einrichtungen liegen in Heilbädern und Kurorten. Sie profitieren auch von deren ortsgebundenen Heilmitteln und Gesundheitsinfrastrukturen. Im Hinblick auf künftige Krisen müssen wir das unbedingt erhalten.“ erläutert der Co-Vorsitzende der DEGEMED Dr. Maik Fischer die gemeinsame Initiative.
„Wir treten dafür ein, die Gesundheitsversorgung ganzheitlich zu sehen und nicht nur sektoral. Reha- und Vorsorge-Einrichtungen bieten neben ihren Kernleistungen auch Prävention oder Nachsorge an und schließen damit viele Lücken. Diese Einrichtungen brauchen eine stabile Finanzierung, um langfristig zu arbeiten.“ betont der zweite Co-Vorsitzende der DEGEMED Benjamin Nickelsen.
Die beiden Verbände werden in den nächsten Wochen diese Positionen Abgeordneten der Regierungskoalition vorstellen.
Über den DHV
Der Deutsche Heilbäderverband e. V. (DHV) vertritt die Interessen der über 350 staatlich anerkannten Heilbäder und Kurorte auf nationaler, europäischer und internationaler Ebene in der Öffentlichkeit, insbesondere gegenüber den Parlamenten des Bundes und der EU, den zuständigen Ministerien sowie gegenüber Behörden, Sozialversicherungen und Kostenträgern, Verbänden und Organisationen auf Bundesebene.
Über die DEGEMED
Die Deutsche Gesellschaft für Medizinische Rehabilitation e.V. (DEGEMED) ist der Spitzenverband der medizinischen Rehabilitationseinrichtungen in Deutschland. Sie setzt sich für eine starke und zukunftsfähige Reha-Branche ein und fördert die Qualität, Vernetzung und Wettbewerbsfähigkeit der Einrichtungen.
Kontakt
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